WELCOME

Herzlich willkommen auf verheerend.de.tc, der Homepage der Klasse 10a des EGs. Wer keinen Spaß versteht oder Lehrer ist sollte besser wieder gehen

SITE

News Spambuch Archive Vorwort Sprüche

KLASSE 10A

Verheerend-Team Im Unterricht ... London '06 Holland House Berlin '06

Verheerend

Verheerend Counter 05/06
81

Verheerend Counter 06/07
??

SHORT-NEWS

- Zusatzseite London '06 komplett :D
20.08.06

- Neue Zusatzseiten mit Fotos in Arbeit!
19.08.06

- Neues Design (:
19.08.06

LINKS

bg-Lippstadt Link Link Link Link Link Link

CREDITS

Textures Brushes Host
Kensington, London

Jeder Mensch wird einmal enttäuscht, so auch wir (ja, wir sind auch nur Menschen, auch wenn wir aussehen wie Götter). Was Frau L. uns von unserer Jugendherberge in London versprach, hörte sich definitiv nach einem *****-Sterne-Hotel mit Swimmingpool, Lounge, Bar, Kasino und Toaster an. Naja, wie gesagt, wir wurden enttäuscht. Wobei angemerkt werden muss, dass es die oben genannten Sonderausstattungen auch gab, wenn auch nicht in der Form wie erwartet.

Zitat Frau L.:
„Das ist totaaaaaaaaaaaaaaaaaaal toll da!“
Ach so.

Als wir aus der U-Bahn vom Flughafen zu unserer Herberge ausstiegen, erblickten wir die Shoppingmall der Kensington High Street, an der unsere Penne lag. Und die Geschäfte? Mmh, geil, sagten zumindest die Mädchen. Den Jungs war das reichlich wurscht, Hauptsache, sie konnten in Ruhe Doppelkopf spielen. Der Rest der Gebäude? Nicht so geil. Aber egal, weiter!

Rechts durch ein Tor rein in den famosen Holland Park. Park? Ein riesiger Fußballplatz mit fünf Bäumen rundherum. Zumindest vor der Herberge, dahinter waren noch mal an die sieben Bäume und ein Japsen-Garten. Hundeklo. Egal, weiter.

Zitat Frau L.:
„Schaut mal, wie schööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööön!“
Ja, umwerfend.
Im negativen Sinne.
Und nach diesem überlauten Ausruf unzubändigender Freude fragten sich zwei Dutzend jugendliche Schüler, ob die denn wirklich diesen 70er-Jahre-Berlin-Neu-Kölln-Kreuzberg-Achtung, Christiane F. im Anmarsch-Plattenbau meinte. Eine traurige Frage. Noch trauriger aber die Antwort:

Ja.

Egal, weiter.
Rumms Bumms. Die Rollen unserer Koffer und Reisetaschen hopsten durch die Löcher im Asphalt und in dem Pflaster vor der Herberge. Links von der Platte war ein uraltes Herrenhaus oder wie man das nennt. „Da kann ja keiner drin schlafen, da kriegt man ja Alpträume!“ war noch der netteste Kommentar. Egal weiter.

Rein in den Plattenbau. Mmh, 70er-80er-90er-Chick. Schön gemischt und mit bunten Accessoires als persönliche Note verschönert. Sollte wohl ganz besonders t(h)rashig wirken.

Das war nie schön, ist nicht schön und wird auch nie schön sein.

Und, unter uns gesagt, hier müffelte es.
PCs gab es hier. Ja! Windows 3.1. Egal, weiter, weiter ins Verderben!

An der Lounge (drei zerfetzte Sofas) und der Rezeption vorbei, die Treppe herunter. Dabei einmal frech in die Überwachungskamera grinsen. Haha, witzig.

Auf dem Weg nach draußen tigerten wir an einem Speisesaal vorbei. Pardon, es war ein *****-Sterne-Restaurant mit Bar, es hatte nur keiner gemerkt.
Egahaaaal, weiter!

Draußen. So eine Art Innenhof. Das Gras in diesem Garten durfte man nicht betreten. Aber draufkotzen…dass man das nicht durfte, davon stand da nichts. Egal, weiter.

Nach unserer Zimmereinteilung schlurften wir in das alte Haus. Links und rechts waren tümpelartige Wasserbecken mit Springbrunnen. In der Hochsaison dienen diese Dinger wohl als Swimmingpool für diese ganzen Mallotze-verwöhnten Deutschen. Man ging also über eine Brücke in das Gebäude. Da fühlte man sich gleich wie die Queen. Zumindest aber doch wie Erich Honecker. Egal, weiter.

Die Jungen hatten ihr Zimmer unten im Erdgeschoss, die Mädchen durften ihre Schminkköfferchen erst noch drei Stockwerke hoch schleppen. Egal, weiter.

Karte ins Schloss. Klinker heruntergedrückt. Tür auf und…

9 Dreistockbetten aus Spanplatte! Hossa, das war doch mal eine Freude! Es lebe die Ironie. Aber was war das? Eine Tür an der linken Seite des Raumes, pardon, der Halle. Eine Schwingtür… Metzger? Hinter der ersten Tür folgte eine zweite Tür. Toll, ein Badezimmer! Ohne Scheiben in den Fenstern… dafür mit Klebeband. Hier zog es etwas. Lecker arschkalter Londoner Wind. Wenigstens kann man hier in Ruhe scheißen.
Für insgesamt 16 Mädchen auf einem Zimmer gab es genau zwei Spiegel.

Abends wurde im Speisesaal ein Gitter an der Theke heruntergelassen. Als wenn einer das Essen klauen würde. Mir müsste man schon Geld geben, damit ich das mitgehen lasse. Trotzdem konnte man hier abends eigentlich ganz gut sitzen. Und Doppelkopf spielen. Wobei die Herren mit vorrückender Stunde lieber in das Kasino in ihrem Badezimmer zogen.

Öko-Fritzen, Biolehrer, Naturschlümpfe und Greenpeace-Fanatiker fänden diese Herberge allerdings toll: Überall unter den Betten, in den Waschbecken, im Klo, in den Fensterdichtungen und in der Küche waren kleine aber feine, von sich aus entstandene Biotope entstanden.
Falls jemand interessiert ist: Diese kleinen Naturwunder sind mit wenig Aufwand selber zu basteln: Bio-Mülleimer abschaffen und das Zeug in Ecke legen.
Und einfach nicht mehr putzen.





© meatwad
Gratis bloggen bei
myblog.de